Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie
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Author Archives: admint

Lehrerzimmer im Progr, Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

10.00 bis 22.00: Plakatausstellung und Filmprojektionen
20.00 bis 22.00: Öffentliche Veranstaltung „Milliarden mit Rohstoffen – der Schweizer Konzern Glencore Xstrata“

mit: Stephan Tschirren – Redaktion / Jo Lang, Susanna Anderegg, Thomas Niederberger – Autor_innen / Karmen Ramírez – Fuerza de Mujeres Wayúu, Kolumbien / Laurin Buser – Slam Poet, Schauspieler und Rapper

Ab 18.00 Barbetrieb

Buchflyer

Das Buch kann beim Solifonds, Quellenstrasse 25, Postfach, 8031 Zürich, mail@solifonds.ch vorbestellt werden.

Die Mine Cerrejón rühmt sich im Hochglanzprospekt, verantwortungsvollen
Bergbau zu betreiben. Wenn es aber konkret wird und indigene Gemeinschaften
umgesiedelt werden müssen, wird das glänzende Bild zunehmend trübe. Cerrejón
ist eine der grössten Kohleminen Südamerikas und gehört zu einem Drittel der
Schweizerischen Glencore-Xstrata.

Jairo Fuentes Epiayu ist Gouverneur der indigenen Gemeinschaft Tamaquito in
der Provinz La Guajira im Nordosten Kolumbiens. Er berichtet über den
schwierigen Umsiedlungsprozess und das fehlende Verständnis des
Bergbaukonzerns für Rechte und Kultur der indigenen Wayuu. Die Gemeinschaft
hat während mehreren Jahren konsequent für ihre Rechte in der Umsiedlung
verhandelt und ist im August 2013 an den neuen Ort gezogen. Trotz guter
Verhandlung steht die Gemeinschaft vor vielen Problemen, haben z.B. Zugang
zu gewissen heiligen Orten nicht mehr, fühlen sich in den neuen Häusern
nicht wohl, leiden unter Wassermangel und haben zu wenig
Einkommensmöglichkeiten.

Zürich: Dienstag den 13.5.2014, 19.00 Uhr, Völkerkundemuseum, Pelikanstrasse 40 [Flyer Zürich]
Bern: Mittwoch den 21.5.2014, 19.00 Uhr, Universität Bern, Raum 205, Hallerstrasse 6 [Flyer Bern]

Weitere Veranstaltungen in Hausen am Albis (19.5.), Zug (20.5.) und Lausanne (22.5.) sowie Dokumentation, siehe ASK Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien

Organisiert von ASK, Incomindios, Multiwatch und Infoe CH

Eine Veranstaltung zur Rolle und Verantwortung transnationaler Bergbaufirmen sowie der Schweiz als Rohstoff-Drehscheibe, mit:

José de Echave, Ökonom, ehemaliger Vize-Umweltminister von Peru und Gründer der NGO CooperAccion diskutiert Umweltverschmutzung, Gesundheits-, Arbeits-, und Menschenrechtsprobleme durch Bergbau in Peru.

Im Zentrum stehen folgende Fragen: Kann Bergbau durch transnationale Firmen Teil einer nachhaltigen Entwicklung sein? Warum scheinen soziale Konflikte untrennbar mit dem Bergbau verbunden? Welche Verantwortung tragen internationale Firmen mit Sitz in der Schweiz, die im Bergbausektor tätig sind?

Donnerstag, 28.11.2013, 18.30 Uhr
Raum 021, Unitobler, Lerchenweg 36, 3012 Bern

Flyer_Veranstaltung_De_Echave_20131128

Organisiert von:
INFOE (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie), Multiwatch und CDE (Center for Development and Environment)

Tour de Lorraine 2013 – Rohstoffdrehscheibe Schweiz

Januar 8th, 2013 | Posted by admint in Bergbau - (0 Comments)

Infoe unterstützt die Tour de Lorraine: Die 13. Tour de Lorraine nimmt ein Thema auf, welches in der letzten Zeit zunehmed in den Fokus geriet. Durch den steigenden Bedarf an Rohstoffen und den damit verbundenen Preisanstiegen lohnt es sich an immer mehr Orten in der Welt Rohstoffe abzubauen, um aus ihnen Profit zu schlagen. Parallel zu den Gewinnen aus dem Rohstoffgeschäft steigen Umweltverschmutzungen und Menschenrechtsverletzungen in den Abbaugebieten an. Die Gewinne fliessen jedoch ab, oft in die Schweiz, die durch tiefe Steuersätze, wenig Regulierung und hohe Diskretion ein attraktiver Standort für viele Rohstofffirmen ist.

Podiumsveranstaltung: Donnerstag, 17. Januar, 19.30

Workshopnachmittag: Samstag, 19. Januar, 13 – 19h

dazu Infoparcours, diverse Filme, und am 19. Konzerte und Parties.

ganzes Programm hier: http://www.tourdelorraine.ch

und die „Antidot Inclus“ Sonderausgabe zum Thema (pdf download)

Rohstoffe 3: Jharkhand, India

Oktober 9th, 2012 | Posted by admint in Bergbau - (0 Comments)

Resource conflicts and the indigenous peoples‘ autonomy movement in Jharkhand, India

Talk by Sanjay Basu Mullick (in English)

Thursday, 25. October 2012, 18:30 – 20:00,

Room F 012, Universität Bern, Unitobler, Lerchenweg 36.
Flyer_Jharkhand_25.10.12
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Xstrata in den Nachrichten

Mai 30th, 2012 | Posted by admint in Bergbau - (0 Comments)

Xstrata ist in den Nachrichten, mit zwei Fällen, zu denen infoe arbeitet:

– Tote bei Protest gegen Schweizer Firma Xstrata in Peru: TagesAnzeiger, 29.5.12

– Hintergrundbericht zu Xstrata Alumbrera / Agua Rica in Argentinien: RSI Telegiornale 29.5.12

Buch und Petition zu Holcim

April 20th, 2012 | Posted by admint in Bergbau - (0 Comments)

Zum 100sten Jubiläum hat MultiWatch ein Sachbuch über den Konzern Holcim herausgegeben:

MultiWatch (Hrsg.): Zementierte Profite – verwässerte Nachhaltigkeit. 100 Jahre im Zementgeschäft. Ein Blick auf den Schweizer Konzern Holcim. Edition 8.

Infoe hat für dieses Buch ein Kapitel über die Konflikte um Wasser- und Landnutzung rund um die Holcim-Werke in Chhattisgarh, Indien beigetragen. Dies ist eines der Fallbeispiele für die Bergbau-Studie, an der infoe gegenwärtig arbeitet.

 

Mehr Informationen, auch über andere Fälle, gibt es auf der Seite von MultiWatch. Ferner kann man hier eine Petition an Holcim unterschreiben.

Bergbau: Echo und Veranstaltungen April

April 9th, 2012 | Posted by admint in Bergbau - (0 Comments)

Das Bergbauthema, mit dem sich infoe CH beschäftigt, ist weiterhin hochaktuell. Unsere ersten öffentlichen Veranstaltungen dazu, mit Maria Victoria Veracierto und Antonio Gustavo Gómez aus Argentinien, waren mit insgesamt ca. 120 BesucherInnen ein voller Erfolg. Auch dank dem zusammentreffen mit der „Rechte ohne Grenzen“-Tagung ist es gelungen, dem Fall „Xstrata Alumbrera“ endlich eine Präsenz in den Schweizer Medien zu verschaffen. Eine Auswahl des Medienechos gibt es hier.

Xstrata Alumbrera ist einer der Fälle, die infoe für die „Bergbau-Studie“ behandelt. Zu drei weiteren, Holcim Chhattisgarh (Indien), Xstrata Tintaya / Las Bambas (Peru) und Xstrata Cerrejón (Kolumbien) gibt es diesen Monat mehrere Veranstaltungen, an denen infoe beteiligt ist… (mehr …)

Rohstoffe, Argentinien und die Schweiz

März 11th, 2012 | Posted by admint in Bergbau - (0 Comments)

Zwei Vorträge zu einer heissen Spur, am 19. und 20. März 2012 in Bern

Flyer_Rohstoffe – Argentinien und die Schweiz

Teil 1: Uranio AG auf der Anklagebank. Ein beispielhafter Konflikt um Ressourcenausbeutung und Gemeingüter.

Vortrag und Diskussion mit María Victoria Veracierto, Sozialanthropologin und Aktivistin.
Montag, 19. März 2012, 19:00 – 21:00 Uhr, Raum F 013, Unitobler / Lerchenweg 36, Bern.

Die Uranio AG, ein kleiner Fisch im Rohstoffgeschäft mit Briefkasten in der Schweiz, hat in Argentinien Konzessionen für den Uranabbau auf 170’000 Hektar erworben. Eine BürgerInnenversammlung in Jujuy geht dagegen mit Erfolg vor Gericht.
María Victoria Veracierto erzählt über die Hintergründe dieses Prozesses: Der Bergbau-Boom in den Argentinischen Anden und die Artikulation einer indigenen Identität, basierend auf Territorium und Gemeingütern. Dabei geht sie auch auf ihre eigene Rolle als engagierte Wissenschaftlerin, bzw. Aktions-Anthropologin, ein.

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Teil 2: Xstrata auf der Anklagebank: Gewässerverschmutzung, Steuerhinterziehung und Unterdrückung der Bevölkerung.

Vortrag und Diskussion mit Antonio Gustavo Gómez, Generalstaatsanwalt am Nationalen Strafgericht mit Sitz in Tucumán, Argentinien:

Dienstag, 20. März 2012, 19:00 – 21:00 Uhr, Raum: Raum Nr. 220 / 2. OG West, Hauptgebäude der Universität Bern, Hochschulstrasse 4.

Der Bergbaukonzern Xstrata betreibt die grösste Gold-und-Kupfer-Mine Argentiniens, „La Alumbrera“, und plant trotz dem erbitterten Widerstand der lokalen Bevölkerung eine noch grössere Mine. Alumbrera steht für einen der wichtigsten Ressourcenkonflikte Argentiniens. Antonio Gustavo Gómez berichtet von den Verfahren gegen Alumbrera wegen Gewässerverschmutzung und Steuerhinterziehung, sowie über die Klage, die er demnächst am Interamerikanischen Menschenrechtshof CIDH einreichen wird. Sein Ziel: Von transnationalen Konzernen in Komplizenschaft mit nationalen Regierungen begangene Umweltdelikte sollen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verfolgt werden.

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(Spanisch mit deutscher Übersetzung; Eintritt frei – Kollekte)

Organisiert von Infoe (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie), Multiwatch, Incomindios und der Amnesty International Unigruppe Bern.

Mehr Infos zu Antonio Gustavo Gómez und zum Hintergrund des Konflikts um die Mine Alumbrera:
Pressemitteilung Gomez_public_11.3.12

Argentinien: Fallbeispiel Alumbrera (Xstrata)

 

Infoe CH startet neu

Januar 19th, 2012 | Posted by admint in Allgemein - (0 Comments)

Infoe ist frisch gestartet, nachdem in den letzten Jahren nicht mehr viel gelaufen war. Der Verein ist neu an das Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern angegliedert und hat eine Zusammenarbeit mit dem CDE (Centre for Development and Environment) vereinbart. Das Büro am Ethnologischen Institut in Zürich wurde dagegen aufgelöst.

Am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern hat Infoe im Herbstsemester 2011 zusammen mit Prof. Tobias Haller eine Übung zum Thema „Bodenschätze, Minenkonzerne und lokale Bevölkerungsgruppen“ durchgeführt. Daraus ist die Arbeitsgruppe Bergbau einstanden. Mit der zum selben Thema geplanten Studie wird dies unser Hauptthema für 2012 sein. Weitere Themen-, bzw. Arbeitsgruppen können gebildet werden, wenn sich dafür Interessierte finden.

Mit der Neu-Konstituierung von Infoe haben wir auch das Leitbild und die Organisationsstruktur aktualisiert. Infoe will stärker als transdisziplinäres Netzwerk funktionieren und an verschiedenen Universitäten präsent sein. Die „Aktions-Ethnologie“ bleibt unser historischer Bezugspunkt, es sollen aber vermehrt andere Disziplinen und verwandte Ansätze einbezogen werden. Wir wollen vermehrt das gegenseitige Verständnis zwischen Indigenen Völkern und anderen Gruppen stärken, mit dem Blick auf mögliche Allianzen. Auch hier bleibt die globale Bewegung der Indigenen ein wichtiger Bezugspunkt, der uns aber nicht vor der Zusammenarbeit mit Leuten abhalten soll, die sich nicht als ‚Indigene‘ bezeichnen können oder wollen.