Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie
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Rohstoffe, Argentinien und die Schweiz

März 11th, 2012 | Posted by admint in Bergbau - (0 Comments)

Zwei Vorträge zu einer heissen Spur, am 19. und 20. März 2012 in Bern

Flyer_Rohstoffe – Argentinien und die Schweiz

Teil 1: Uranio AG auf der Anklagebank. Ein beispielhafter Konflikt um Ressourcenausbeutung und Gemeingüter.

Vortrag und Diskussion mit María Victoria Veracierto, Sozialanthropologin und Aktivistin.
Montag, 19. März 2012, 19:00 – 21:00 Uhr, Raum F 013, Unitobler / Lerchenweg 36, Bern.

Die Uranio AG, ein kleiner Fisch im Rohstoffgeschäft mit Briefkasten in der Schweiz, hat in Argentinien Konzessionen für den Uranabbau auf 170’000 Hektar erworben. Eine BürgerInnenversammlung in Jujuy geht dagegen mit Erfolg vor Gericht.
María Victoria Veracierto erzählt über die Hintergründe dieses Prozesses: Der Bergbau-Boom in den Argentinischen Anden und die Artikulation einer indigenen Identität, basierend auf Territorium und Gemeingütern. Dabei geht sie auch auf ihre eigene Rolle als engagierte Wissenschaftlerin, bzw. Aktions-Anthropologin, ein.

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Teil 2: Xstrata auf der Anklagebank: Gewässerverschmutzung, Steuerhinterziehung und Unterdrückung der Bevölkerung.

Vortrag und Diskussion mit Antonio Gustavo Gómez, Generalstaatsanwalt am Nationalen Strafgericht mit Sitz in Tucumán, Argentinien:

Dienstag, 20. März 2012, 19:00 – 21:00 Uhr, Raum: Raum Nr. 220 / 2. OG West, Hauptgebäude der Universität Bern, Hochschulstrasse 4.

Der Bergbaukonzern Xstrata betreibt die grösste Gold-und-Kupfer-Mine Argentiniens, „La Alumbrera“, und plant trotz dem erbitterten Widerstand der lokalen Bevölkerung eine noch grössere Mine. Alumbrera steht für einen der wichtigsten Ressourcenkonflikte Argentiniens. Antonio Gustavo Gómez berichtet von den Verfahren gegen Alumbrera wegen Gewässerverschmutzung und Steuerhinterziehung, sowie über die Klage, die er demnächst am Interamerikanischen Menschenrechtshof CIDH einreichen wird. Sein Ziel: Von transnationalen Konzernen in Komplizenschaft mit nationalen Regierungen begangene Umweltdelikte sollen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verfolgt werden.

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(Spanisch mit deutscher Übersetzung; Eintritt frei – Kollekte)

Organisiert von Infoe (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie), Multiwatch, Incomindios und der Amnesty International Unigruppe Bern.

Mehr Infos zu Antonio Gustavo Gómez und zum Hintergrund des Konflikts um die Mine Alumbrera:
Pressemitteilung Gomez_public_11.3.12

Argentinien: Fallbeispiel Alumbrera (Xstrata)