Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie
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Kohleabbau und Umsiedlungen in indigenen Territorien in Kolumbien

Mai 5th, 2014 | Posted by admint in Bergbau

Die Mine Cerrejón rühmt sich im Hochglanzprospekt, verantwortungsvollen
Bergbau zu betreiben. Wenn es aber konkret wird und indigene Gemeinschaften
umgesiedelt werden müssen, wird das glänzende Bild zunehmend trübe. Cerrejón
ist eine der grössten Kohleminen Südamerikas und gehört zu einem Drittel der
Schweizerischen Glencore-Xstrata.

Jairo Fuentes Epiayu ist Gouverneur der indigenen Gemeinschaft Tamaquito in
der Provinz La Guajira im Nordosten Kolumbiens. Er berichtet über den
schwierigen Umsiedlungsprozess und das fehlende Verständnis des
Bergbaukonzerns für Rechte und Kultur der indigenen Wayuu. Die Gemeinschaft
hat während mehreren Jahren konsequent für ihre Rechte in der Umsiedlung
verhandelt und ist im August 2013 an den neuen Ort gezogen. Trotz guter
Verhandlung steht die Gemeinschaft vor vielen Problemen, haben z.B. Zugang
zu gewissen heiligen Orten nicht mehr, fühlen sich in den neuen Häusern
nicht wohl, leiden unter Wassermangel und haben zu wenig
Einkommensmöglichkeiten.

Zürich: Dienstag den 13.5.2014, 19.00 Uhr, Völkerkundemuseum, Pelikanstrasse 40 [Flyer Zürich]
Bern: Mittwoch den 21.5.2014, 19.00 Uhr, Universität Bern, Raum 205, Hallerstrasse 6 [Flyer Bern]

Weitere Veranstaltungen in Hausen am Albis (19.5.), Zug (20.5.) und Lausanne (22.5.) sowie Dokumentation, siehe ASK Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien

Organisiert von ASK, Incomindios, Multiwatch und Infoe CH

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