Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie
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Bergbau-Studie

Bergbau-Studie

Infoe CH arbeitet gegenwärtig an einer Buchstudie zu „Bodenschätze, Minenkonzerne und lokale Bevölkerungsgruppen“. Die Kapitel des Buches werden zum grossen Teil von Studierenden geschrieben, welche im Rahmen einer Forschungsübung an der Universität Bern im Herbstsemester 2011 recherchiert haben. Das Buch wird Fallstudien aus Afrika, Asien, Australien sowie Süd- und Mittelamerika beinhalten. Darin werden die Strategien im Umgang mit den durch den Bergbau verursachten sozialen und ökologischen Problemen vergleichend untersucht, wobei die Rolle von multinationalen Konzernen einerseits und der lokalen Bevölkerung andererseits im Zentrum stehen soll (analog zur Infoe Studie 12: „Fossile Ressourcen, Erdölkonzerne und indigene Völker“).

Das behandelte Thema ist für die Schweiz besonders drängend, da hier in den letzten Jahren ein eigentlicher Boom im Rohstoff-Sektor entstanden ist. Konzerne wie Glencore und Xstrata sind bedeutende Akteure im Abbau von Metallen und Mineralien, dazu kommen zahlreiche Handelsfirmen und die Schweizer Banken als Finanzgeber. Da der Bergbau hierzulande kaum Tradition hat, ist das Wissen darüber noch sehr spärlich. Die oft katastrophalen Folgen des Abbaus für Mensch und Natur fanden bisher wenig Beachtung, da sie meist in weit entfernten, wenig bekannten Regionen des globalen Südens auftreten. In letzter Zeit häufen sich dort jedoch soziale Konflikte, die nicht länger ignoriert werden können und eine Auseinandersetzung damit auch für uns notwendig machen.

Die Buchstudie liefert wissenschaftlich fundiertes Wissen zum Abbau von Bodenschätzen und den Auswirkungen auf lokale Bevölkerungsgruppen im globalen Süden. Zudem soll sie als Basiswerk die Diskussion und Lösungsfindung anregen.

Die Studie und verbundene Aktivitäten werden von der AG Bergbau betreut.